Miyamoto Musashi und seine fünf Kreise

Miyamoto Musashi und seine fünf Kreise


Wenn Sie jemals einen japanischen Samurai-Film gesehen haben oder sich vielleicht leidenschaftlich für Geschichte interessieren oder Artikel lesen, kennen Sie sicherlich den viel zitierten Namen des am meisten romantisierten Samurai des mittelalterlichen Japans, des berühmten Miyamoto Musashi, der mit seinem Werk „Die fünf Ringe“ und seinem Stil die damalige Szene völlig beherrschte, und nicht nur das, er prägte das Leben der Samurai und Kenshi, also der Krieger, nachhaltig. Bekannt für seine unermessliche Kraft und sein Kampfgeschick, zugleich aber auch für seine nachdenkliche und philosophische Natur, war er der Inbegriff eines Samurai, so wie es heute ein berühmter Star oder Politiker ist. Zwar bekleidete er nie ein bedeutendes Amt, das den Lauf Japans beeinflusst hätte, doch gelang es ihm, das Bild des treuen Samurai zu prägen, das sich seit seiner Zeit als Ideal in den Köpfen jedes Samurai-Schülers erhalten hat.
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Ein Leben in Reichtum und Armut

Es wird überliefert, dass Musashi nie im Kampf besiegt wurde und als alter Mann starb, kurz nach der Vollendung der „Fünf Ringe“ in seiner Höhle, irgendwo mitten in Japan, arm wie eine Kirchenmaus und mit einem Holzschwert. In seinem Meisterwerk finden wir autobiografische Elemente, sodass uns der Autor selbst einen flüchtigen Einblick in sein von Kämpfen und Adrenalin geprägtes Leben und dessen würdigen Abschluss gewährt. Man sagt, dass ein guter und ein schlechter Krieger im Kampf sterben, während der durchschnittliche ein langes Leben führt, doch Musashi war definitiv weder gut noch schlecht, sondern großartig. Sein Leben ist eine Abfolge von ständigen Duellen, Tötungen und heldenhaften Taten, aber es ist auch ein philosophischer Weg. Ein Weg seiner eigenen Seele, auf dem er durch den Sumpf seiner eigenen Verdorbenheit watet, um schließlich seine eigene Erleuchtung zu erlangen.
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Ein Samurai im Herzen

Samurai werden oft nur als diese beleidigenden alten Knacker gesehen, die Bauern aus Spaß am Grinsen niedermetzeln. Ein solches Bild können wir manchmal zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert sehen, als in Japan unter der strengen Hand des Tokugawa-Shogunats Frieden herrschte und kriegerische Samurai nicht mehr gebraucht wurden, sondern eher Bürokraten und Beamte.
Musashi geriet vor allem in der Meiji-Zeit in den „Fokus“, als sich die Samurai-Klasse gegen den Kaiser auflehnte, weil er gegen ihre Privilegien und ihre Stellung vorging. Saigo Takamori beendete mit seiner Rebellion gegen den Kaiser, den er selbst auf den Thron gebracht hatte, die Ära der Samurai, und kurz zuvor fielen die letzten dem Shogun treuen Männer in der Schlacht von Hakodate.